News, Infos und Interessantes aus der Welt des Motorradfahrens

Was ist eigentlich ein Café-Racer?

Ein Café-Racer ist ein zu einer Rennmaschine umgebautes englisches Serienmotorrad der sechziger Jahre. Diese Maschinen standen ursprünglich im Mittelpunkt einer Subkultur. Namensgebend war das Treffen der Rocker der sechziger Jahre  in den Cafés der Vororte der Großstädte wie dem legendären Ace Café in London. Von hier aus machten die Rocker die Straßen der Umgebung unsicher, was für die damalige Jugend auch Rebellion gegen vorhandene Gesellschaftsnormen symbolisierte. Das Motorrad war wichtigstes Szene-Element und wurde nach allen Regeln der Kunst individuell verändert und umgebaut. Was am Ende der Umbaumaßnahmen herauskam, wurde als Café-Racer bezeichnet. Tief geduckte Maschinen mit Stummellenkern und offenen Schalldämpfern wurden bis zu Geschwindigkeiten von über 100 mph entsprechend 160 km/h frisiert. In Straßenrennen maßen sich die Teilnehmer. Die klassische Strecke für das Rennen führte vom Ace-Café zum nächsten Kreisverkehr und wieder zurück. Diese Distanz war nach Möglichkeit zurückzulegen, ehe eine zuvor in der Jukebox ausgewählte Single zu Ende gespielt war – das sogenannte Record Race. Vorbilder für die Umbauten der Serienmotorräder waren die damals aktuellen Rennmaschinen der Tourist-Klasse der Rennen von der Isle of Man, wie beispielsweise die Norton Manx. Genretypisch sind entsprechend vor allem Ein- bis Drei-Zylinder-Motorräder englischen Fabrikats,  BSA, Norton oder auch Triumph. Später kamen auch zahlreiche japanische Fabrikate dazu, wie z.B. die SR400, die oftmals als Basismodell diente. Schnörkellose Tanks aus poliertem Leichtmetall, Stummellenker, ein großer Einzelscheinwerfer, serienfremde Einzelsitzbänke und demontierte Rückspiegel bildeten prägnante Stilmerkmale. Bemerkenswert waren auch Konstruktionen aus Triumph-Motoren und Norton-Rahmen, sogenannten Tritons. Oder auch Norvins, bei denen Vincent-Motoren in Norton-Fahrwerke verbaut wurden. Ab der Mitte der siebziger Jahre und nach dem Niedergang der britischen Motorradindustrie wurde der Café-Racer-Stil auch von internationalen Motorradherstellern aufgegriffen. Zahlreiche Print- und Online-Magazine beschäftigen sich weltweit mit dem Thema Café-Racer, da sich heute noch zahlreiche Fahrzeugveredler mit dem Thema auseinandersetzen.

Quelle: Wikipedia

All is Rock´n Roll

Was ist eigentlich ein Scrambler?

Scrambler waren in den 50er und 60er Jahren sehr verbreitet. Das englische Verb to scramble heißt so viel wie klettern oder krabbeln, und genau das konnte man mit den Maschinen auch machen, nämlich im Gelände herumfahren und unbefestigte Hänge rauf- und runterklettern. Scrambler sind also gewissermaßen die Vorläufer der heutigen Enduros, und der Motocross-Sport wurde anfangs als auch als Scrambling bezeichnet. Anders als bei den späteren Motocross-Maschinen und Enduros, die die Scrambler in den 1970er Jahren ablösten, waren die Scrambler den Straßenmaschinen aber konstruktiv noch recht nahe und verfügten beispielsweise nicht über spezielle Motorradrahmen. Um die Geländetauglichkeit und Robustheit für den sportlichen Einsatz zu erhöhen, wurden bei den Scramblern unter anderem grobstollige Reifen, breite Lenker, höher gelegte Auspuffanlagen und Schutzbleche verwendet. Bei den Motocross-Wettbewerben der 50er und 60er-Jahre waren die Geschwindigkeiten nicht so hoch und die Sprünge nicht so extrem wie es mit den heutigen Enduro-Maschinen möglich ist.

 

Im Zuge der Retro-Welle wurde das Scrambler-Konzept in den letzten Jahren von einigen Motorradherstellern wiederentdeckt. So bieten Triumph, BMW, Moto Morini, Moto Guzzi und Ducati entsprechende Modelle an.

Was ist eigentlich ein Chopper?

Die Entstehungsgeschichte des Choppers läßt sich bis in die späten 40er Jahre zurückverfolgen. Damals wurden ausgediente Militärmaschinen preiswert aufgekauft und dann umgebaut, indem man allen überflüssigen Schnickschnack abschraubte und die Motorräder dann meist auch individuell lackierte. Und weil man nicht nur Sachen abgeschraubt sondern auch richtig abgeschnitten hat, zum Beispiel die Schutzbleche, nannte man diesen Motorradtyp zunächst „Bobber“ – das abgeschnittene Heckblech sah nämlich aus wie ein „Bob“, das ist diese kinnlange Frisur, die Frauen ab 30 sich gerne machen lassen. Im Hundesalon kann man das, glaube ich, auch dem Pudel verpassen lassen J Jedenfalls wurde durch einen solchen Umbau, den man auch „Bob Job“ nannte (nein nicht Blow Job…),  das Aussehen der Motorräder an die damaligen amerikanischen Rennmaschinen angenähert. Dadurch wurden die alten Mopeds wieder ansehnlich und durch das reduzierte Gewicht meistens auch besser manövrierbar. Typisch war auch das Weglassen des Vorderradschutzblechs. Was ist schon ein bißchen Dreck auf der Motorradbrille gegen eine verbesserte Fahrleistung und eine gute Optik.

Und weil das englische Verb „to chop“ so viel bedeutet wie abhacken, kam für die umgebauten Motorräder in den 60ern dann der Begriff des Choppers auf. Gegen Ende des Jahrzehnts erschienen gestylte Maschinen mit großen Lenkern, gestuften Sitzbänken - für King und Queen -, hohen Sissy Bars für die Sozia und wild gemusterten Lackierungen. Spätestens seit dem Film Easy Rider aus dem Jahr 1969 gelten Motorräder dann als Chopper, wenn sie mit einer langen, vergleichsweise flach angestellten Vorderradgabel ausgestattet sind. Auch dieses Designmerkmal war ursprünglich an Rennmaschinen angelehnt – in diesem Fall an Drag Bikes, bei denen durch langen Radstand und großen Nachlauf ein stabileres Geradeauslaufverhalten bei hohen Geschwindigkeiten erreicht werden soll. Da bei solchen Drag Races keine Kurven gefahren werden, fiel die damit einhergehende Unhandlichkeit der Sportmotorräder nicht weiter ins Gewicht. Beim Chopper dagegen wird dieses mangelhafte Fahrverhalten zu Gunsten des erwünschten  Aussehens in Kauf genommen. Zu den weiteren klassischen Chopper-Stilmerkmalen zählen hohe Lenker und vorverlegte Fußrastenanlagen. Auch diese Merkmale verschlechtern das Fahrverhalten und die Beherrschbarkeit, trotzdem sind solche Umbauten sehr häufig anzutreffen, einfach weil sie saugut aussehen.

Eine andere Stilrichtung nennt sich Drag Styler, Digger oder Low Rider. Das Ziel hierbei ist ein möglichst flacher, lang gestreckter Look in noch stärkerer Anlehnung an das Aussehen von Drag Bikes. Entsprechend kommen hier statt hohen Lenkern flache Drag Bars zum Einsatz.

Von einem Schwedenchopper spricht man bei bestimmten radikal-puristischen Umbauten. Dabei wird gern auf Anbauteile wie Scheinwerfer, Tachometer oder Vorderradbremsen verzichtet oder alternativ wenigstens die zugehörigen Kabel, Wellen und Leitungen innerhalb des Lenkers oder Rahmens verlegt, um den schnörkellosen Anblick derjenigen Teile, die tatsächlich eine zum Fahren unentbehrliche Funktion besitzen, möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Zulassung solcher Fahrzeuge zum öffentlichen Straßenverkehr wirft allerdings in Deutschland erhebliche Probleme auf.

Und auch wenn manche Fans heute gerne glauben wollen, dass echte Chopper nur auf Harley oder Indian basieren können: Schon von Anfang an waren auch in Amerika europäische und japanische Motorräder mit im Spiel und wurden zu coolen Choppermodellen umgebaut.

 

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